5800 Stunden für die Gemeinschaft
Ob Fahrradwerkstatt, Reparatur Café, Lese- oder Schülerpaten, Tafel oder Spendenlager – die Mitglieder des Vereins Wir Friedrichsdorfer Bürgerselbsthilfe e.V. engagierten sich auch 2025 in zahlreichen Projekten. Das zeigten die Berichte bei der von Vorsitzender Andrea Salger geleiteten Mitgliederversammlung im Forum Friedrichsdorf. „Im vergangenen Jahr leistete der Verein fast 5800 Stunden Hilfe und damit in etwa so viel wie im Vorjahr“, berichtete Salger über ein erfreulich kontinuierliches Engagement. Der Verein zählt 435 Mitglieder. Wer aktiv ist, engagiert sich ehrenamtlich für die Gemeinschaft.
Positiv war das Echo auf die erstmals organisierte Aktion, die Straßen der Kernstadt von Abfall zu befreien. Sie soll2026 wiederholt werden. Eine gute Resonanz erhielten die jüngeren Projekte EDV-Hilfe und Seniorensicherheit. Zu letzterer bietet mit Wolfgang Ahrens ein von der Polizei geschultes Vereinsmitglied Beratung an. Wie aktuell beispielsweise das Thema Schockanrufe bei älteren Bürgern ist, zeigten Wortmeldungen zum Ende der Versammlung.
Auch die Geselligkeit kam 2025 nicht zu kurz: Gemeinsame Ausflüge, Spieleabende, ein Stammtisch und Festestärkten den Zusammenhalt. Der Verein pflegt außerdem die Bücherhäuschen im Stadtgebiet, vermittelt Freiwillige an andere Vereine, organisiert eine Telefonkette für Aleinstehede und bietet in der Nachbarschaftshilfe Fahrten zu Ärzten, zum Einkaufen oder auch einfach nur Gesellschaft an. Ein Dankeschön sagte die Vorsitzende den Aktiven und besonders auch denen, die mit Dienst im Büro die Leistungen des Vereins organisieren.
Schatzmeister Bernd-Heiner Scholz berichtete von einer stabilen finanziellen Lage. Die Kassenprüfung bestätigte eine ordnungsgemäße und sorgfältige Buchführung.
Die Mitglieder entlasteten den Vorstand einmütig. Die Versammlung bestimmte Karin Neugebauer und Hans-Martin Hiller als Kassenprüfer für das Jahr 2026. In einer weiteren Abstimmung passten die Mitglieder die Satzung in Punkto Datenschutz an eine veränderte Gesetzeslage an.
Die Versammlung gedachte der am 14. Oktober 2025 verstorbenen Ulla Lotzkat, die sich über viele Jahre imSpendenlager und in der Fahrradwerkstatt engagiert hatte. Der Verein wird ihr ein ehrendes Andenken bewahren.
Einen Wechsel gab es bei der Organisation der Fahrradtouren. Friedrich Rißmann hat die Organisation an Bernd Rückert weitergegeben. Für Vorsitzende Salger war dies Anlass, Friedrich Rißmann herzlich zu danken.
Karin Dinter und Monika Fetz stellten das Projekt „Rikscha-Fahrten“ des VdK Friedrichsdorf vor. Mit einerElektro-Rikscha werden Ausfahrten für das „Haus Dammwald“ angeboten. Wer Interesse hat, als Fahrer tätig zu sein, meldet sich beim VdK oder im Vereinsbüro.

Der Vorstand des Vereins Wir Friedrichsdorfer im Februar 2026 (von links): Harald Hyngar, Bernd-Heiner Scholz, Bernd Rückert, Andrea Salger, Wolfgang Rössner.
